Am 22.05.2022 lud der CDU-Ortsverband zu einer Matinee ein, in deren Mittelpunk die Ehrung langjähriger Mitglieder stand. Oliver Fassoth, der 1. Vorsitzende, konnte circa 30 Gäste begrüßen, die bei herrlichem Sommerwetter der Einladung in die Museumsscheuer gefolgt waren

Besonders begrüßte er Herrn David Faulhaber, den Dossenheimer Bürgermeister, Herrn Dr. Albrecht Schütte, Mitglied des Baden-Württembergischen Landtages und Kreisvorsitzender der CDU, Herrn Prof. h.c. Dr. Karl Lamers, den langjährigen Bundestagsabgeordneten der CDU, sowie dessen Nachfolger im Bundestagswahlkreis Heidelberg, Herrn Alexander Föhr.

Der Ehrung vorgeschaltet war ein Bericht von Herrn Bürgermeister Faulhaber über die kommunalpolitische Situation in Dossenheim und eine Stellungnahme von Herrn Dr. Schütte zur aktuellen Situation im Land Baden-Württemberg.

Herr Bürgermeister Faulhaber dankte der Gemeindeverwaltung und den ehrenamtlich Engagierten für die immensen Anstrengungen, die die Bewältigung der Corona-Pandemie erforderlich macht. Die Situation hat sich momentan beruhigt, die Zahl der Infizierten hat sich in Dossenheim deutlich reduziert; es wird abzuwarten sein, ob diese Tendenz im Herbst stabil bleibt. Ebenfalls gut bewältigt hat Dossenheim die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge. Die Erfahrungen mit der Flüchtlingskrise der vergangenen Jahre und die dafür aufgebaute Infrastruktur machten eine reibungslose Aufnahme möglich. Momentan sind 78 ukrainische Flüchtlinge in Dossenheim untergebracht. Weitere Themen seines Vortrags waren der Flächennutzungsplan, die angespannte Lage am Wohnungsmarkt, das Thema Mobilität von Bürgerbus bis zu Car Sharing, aber auch der weitere Ausbau von Photovoltaik mit einer Freiflächenanlage.

Herr Dr. Schütte outete sich zu Beginn seines Berichts insofern als Dossenheimer, als sein Lebensbeginn Anfang der Siebzigerjahre tatsächlich in Dossenheim war. Am Anfang seines Vortrags thematisierte er den Ukrainekrieg dahingehend, dass die kriegerische Aggression Russland gezeigt habe, dass offensichtlich falsche Wertvorstellungen im Baden-Württembergischen Parteienspektrum eine Neujustierung politischer Werte nötig machten. Zusammenarbeit bei unterschiedlichen Meinungen in der Landespolitik, Energiepolitik, CO²-Entnahme, Investitionen in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kunst waren weitere Themenschwerpunkte. Im Zusammenhang mit der im Jahr 2015 begonnenen Flüchtlingsproblematik, die durch den Ukrainekrieg ihre Fortsetzung fand, lobte er ausdrücklich die Arbeit des ebenfalls anwesenden ehemaligen Dossenheimer CDU-Vorsitzenden Herrn Hermann Schröder, der als Leiter der Abteilung „Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement“ des Innenministeriums wesentlich zur Bewältigung dieser Herausforderung beigetragen habe.

Die Ehrung der langjährigen Mitglieder wurde von Herrn Dr. Schütte und Herrn Dr. Lamers vorgenommen. Zwei Ehrungen ragten heraus, zum einen die von Herrn Theodor Schmich, der seit 75 Jahren Mitglied des CDU-Ortsverbands ist, zum anderen die von Herrn Josef Pabst, der seit 70 Jahren Mitglied im Gemeindeverband ist. Herr Theodor Schmich war innerhalb der Vorstandschaft sowohl als Schatzmeister, als auch als Schriftführer und Beisitzer tätig. Herr Josef Pabst engagierte sich als Schatzmeister und Beisitzer. Ebenfalls unter den Geehrten befand sich der langjährige Dossenheimer Bürgermeister Herr Hans Lorenz, der es auf 41 Mitgliedsjahre brachte. Die vollständige Liste der Geehrten kann auf der Homepage der CDU Dossenheim unter cdu-dossenheim.de nachgelesen werden.

Nach der Ehrung hielt Herr Dr. Lamers ein leidenschaftliches Plädoyer für die weitere Unterstützung der Ukraine in ihrem Kampf für die Freiheit und gegen den russischen Aggressor. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages erläuterte, dass die Ukraine für die Werte einer freiheitlichen Demokratie und damit für unsere Werte kämpft. Er erinnerte daran, dass die Ukraine nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die drittgrößte Atommacht war. Den Atomwaffenstatus hat die Ukraine 1994 im sogenannten Budapester Abkommen aufgegeben und hat im Gegenzug dafür vom Westen und von Russland eine Garantie für ihre Souveränität erhalten. Dies sollte für uns Verpflichtung sein, den Kampf der Ukraine gegen den russischen Aggressor auch langfristig zu unterstützen.
(Heinrich Hack)

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