Herzlich Willkommen
2. Dossenheimer Energie- und E-Mobilitätstag
Die Energiewende ist in aller Munde. Wie sieht dies aber konkret vor Ort aus? Welche Anstrengungen kann der einzelne Haushalt machen, was können die Kommunen beitragen? Welche Fortschritte macht die Technik? Mit diesem Themenkomplex beschäftigt sich der 2. Dossenheimer Energie- und E-Mobilitätstag, zu dem wir Sie ganz herzlich einladen.
Am Samstag, dem 21. April 2012, von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr stellen namhafte Aussteller ihre Produkte im Rathaussaal und auf dem Rathausplatz Dossenheim aus. Testfahrten und Exponate veranschaulichen das Thema. Eingeladen ist darüber hinaus der energiepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Herr Paul Nemeth, MdL.
Er wird um 16.00 Uhr das Energiekonzept der CDU vorstellen. Gelegenheit zur Diskussion ist gegeben.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch – mit ein wenig Glück gibt es auch ein E-Bike zu gewinnen!
Ihre CDU Dossenheim
Unser Positionspapier
Anlässlich des bevorstehenden 2. Dossenheimer Energie- und E-Mobilitätstages am 21. April 2012 setzt sich die CDU Dossenheim zur Zeit mit den aktuellen energiepolitischen Themen auseinander. Was bedeutet die Energiewende für unsere Gemeinde und ihre Bürger und Bürgerinnen? Wie können wir etwas dazu beitragen?
Das Thema ist komplex und übersteigt schnell die kommunalen Möglichkeiten. Trotzdem ist es wichtig, auch auf lokaler Ebene eine Haltung zu den notwendigen europa- und bundesweiten Umstrukturierungen zu finden.
Umweltfreundlicher und bezahlbarer Strom
Die CDU Dossenheim möchte eine umweltfreundliche, versorgungssichere und bezahlbare Energieversorgung in Dossenheim und in Deutschland. Die Diskussion um die Energiewende soll nicht durch politische Ideologie oder Emotionen bestimmt werden, sondern durch eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten und durch die Beachtung von physikalischen Zusammenhängen. Die CDU Dossenheim unterstützt das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 einen Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von mindestens 35 Prozent zu erreichen.
Vorrang hat das Stromsparen
Wenige wissen, dass Dossenheim schon heute zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt wird, denn auf Dossenheimer Gemarkung wird durch Wasserkraft, Photovoltaikanlagen sowie durch Kraft-Wärme-Kopplung genauso viel Strom produziert, wie unsere Gemeinde verbraucht. Die CDU sieht daher für Dossenheim in der Energieeinsparung und Energieeffizienz den wichtigsten künftigen Beitrag zur Energiewende. Nicht benötigter Strom muss erst gar nicht erzeugt und transportiert werden. Sowohl die Gemeinde als auch jeder Haushalt können durch verminderten Stromverbrauch helfen, den CO2-Ausstoß herabzusetzen. In diesem Zusammenhang hat die CDU sich in der Gemeinde Dossenheim dafür eingesetzt, Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden zu installieren und bei der Beleuchtung auf die effiziente LED-Technik umzusteigen.
Windenergie in Dossenheim?
Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist klares Ziel der CDU, auch wenn dadurch auf den Bürger gewisse Belastungen durch steigende Stromkosten zukommen. Der Anteil erneuerbarer Energien soll laut Bundesregierung bis 2050 auf ca. 80 Prozent ansteigen.
Grundsätzlich sollte aber der Ausbau unserer Meinung nach dort erfolgen, wo die Bedingungen am besten sind und sich damit die Förderung lohnt. Der Ausbau der Photovoltaik ist im Süden sinnvoll und Windenergie kann am effektivsten im Norden bzw. auf hoher See gewonnen werden. Mit Unterstützung der CDU Dossenheim wurde im Gemeinderat der Umstieg auf die Vorsorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien, d. h. mit Ökostrom, beschlossen.
Im Zuge der Fortschreibung des Regionalplans ist in nächster Zeit in Dossenheim zusätzlich das Thema Windenergie zu diskutieren.
Hinsichtlich der Photovoltaik ist eine Überförderung zu vermeiden, um Subventionen, die EEG-Umlage und somit die Strompreise für die Bürger nicht weiter ansteigen zu lassen. Dies wäre eine Gefahr für den Industriestandort Baden-Württemberg und für die Arbeitsplätze vor Ort.
Schwerpunkt beim Ausbau der Stromnetze ...
Die CDU Dossenheim erkennt, dass für das Gelingen der Energiewende noch vieles umzusetzen ist, dass für den Transport des Stroms die Stromnetze auszubauen sind: Es gilt, den Windstrom vom Norden in die Verbrauchszentren im Süden zu transportieren (Übertragungsnetz), aber auch den hier dezentral produzierten Solarstrom im Netz aufzunehmen und regional verteilen zu können (intelligente Verteilnetze, die auf Stromeinspeisung und -nachfrage flexibel reagieren). Diese Netze sind in ein funktionierendes gesamteuropäisches Netz einzubetten.
... und bei der Bereitstellung von Stromspeichern
Wie der vergangene kalte Winter in Süddeutschland verdeutlichte, konnten die erneuerbaren Energien in kritischen Situationen bisher noch wenig zur Versorgungssicherheit beitragen. Ein alter und aus Umweltgesichtspunkten nur noch als Reserve gehaltener Kohleblock des GKM in Mannheim musste wieder eingeschaltet werden, um die Netzstabilität und die Stromversorgung im Februar sicherzustellen.
Die Energieversorgung muss auch bei wenig Wind und Sonne gewährleistet sein. Daher ist neben dem Ausbau der Netze auch der Ausbau von Stromspeichern in Deutschland notwendig, um die Energiewende zu realisieren.
Angemessene Gestaltung des Übergangs
Trotz des massiven Ausbaus von erneuerbaren Energien wird es ohne konventionelle Kraftwerke in den nächsten Jahrzehnten nicht gehen. Umweltschonende, kosteneffiziente und sichere Anlagen müssen daher weiter zu einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung – auch für die heimische Industrie – beitragen, solange dies erneuerbare Energien nicht leisten können. Zudem würden solche Anlagen dem Import von (Atom-)Strom aus dem Ausland entgegenwirken.
Gewinnung der Bevölkerung für die Vor- und Nachteile der Energiewende
Deutschland steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Um die Herausforderungen der Energiewende erfolgreich bewältigen zu können, ist die Schaffung eines gesellschaftlichen Klimas, durch welches die Umbauprozesse aktiv unterstützt und begleitet werden, von wesentlicher Bedeutung.
Die CDU Dossenheim wirbt bei allen Haushalten für Energieeffizienz und fordert, dass die Gemeinde als Vorbild agiert. In der Öffentlichkeit muss ein entsprechendes Bewusstsein geschaffen werden.
Dafür möchte die CDU Dossenheim mit dem Energie- und E-Mobilitätstag am 21. April 2012 einen Beitrag leisten. Hier können die Bürger und Bürgerinnen sich rund um die Fragen der Energieeffizienz informieren, Fragen an ihre Grundversorger stellen, neue technische Entwicklungen sehen und testen. Wer Interesse am Wasserkraftwerk Schwabenheim hat, kann sich zu einer Führung anmelden. Für die politische Auseinandersetzung mit diesen Themen hat die CDU Dossenheim den energiepolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion gewinnen können: Herr Paul Nehmet wird um 16.00 Uhr im Rathaus einen Vortrag halten.

